Aktuell
Schwarzwaldverein e.V.
Aktuell
Mitglied werden

Verein vor Ort

Rettungspunkte

Wanderservice

swvstore

Wanderakademie


 

Wandern & MTB

Startseite Wandern Wege Naturschutz Heimatpflege Jugend Familie

Droht Die Zerschlagung der Forstverwaltung?

Schwarzwaldverein warnt: (29.01.2015): Seit längerem streiten das Bundeskartellamt und das Land Baden-Württemberg um die zukünftige Gestaltung der Forstorganisation. Ein zwischenzeitlich ausgehandelter Kompromiss wurde nun in wesentlichen Punkten vom Bundeskartellamt überraschend aufgekündigt. Die Bundesbehörde fordert die Neuorganisation der Waldbewirtschaftung nach Besitzarten sowie die Abtrennung der forstlichen Hoheitsaufgaben von den Beratungs- und Dienstleistungsangeboten.

Diese Forderung reduziert nach Ansicht von Hans-Martin Stübler, Vizepräsident des Schwarzwaldvereins, die Waldpflege auf eine rein wirtschaftliche Tätigkeit: „Die Bedeutung der Wälder für den Natur- und Artenschutz, als landschaftsgestaltendes Element und als wichtigster Erholungsraum der Bevölkerung wird bei dieser Sichtweise völlig ausgeblendet.“
Setzt sich die Bundesbehörde mit ihren Plänen durch, bedeutet dies die völlige Zerschlagung der Forstverwaltung im Land. Ehrenamtlich arbeitende Organisationen wie der Schwarzwaldverein, aber auch die Bürgerinnen und Bürger, verlieren mit dem Forstamt und dem Förster den verlässlichen Ansprechpartner vor Ort. Der Schwarzwaldverein warnt vor einer solchen Entwicklung und weist darauf hin, dass seine Ehrenamtlichen bei der Anlage und Pflege von Wanderwegen, der Naturschutzarbeit und der Erhaltung von Kulturdenkmalen auf eine besitzübergreifend arbeitende Forstorganisation angewiesen sind.

Auch befürchtet der Schwarzwaldverein, dass eine naturnahe und nachhaltige Waldbewirtschaftung bei weitgehender Privatisierung auf der Strecke bleibt. An ein nachhaltig zu gestaltendes Gut wie den Wald, dürfen Maßstäbe wie sie für den Wettbewerb in Industrie und Handel gelten, nicht angelegt werden, findet Hans-Martin Stübler. Deshalb lehnt der Schwarzwaldverein als Wander- und anerkannter Naturschutzverband die Forderungen des Bundeskartellamtes ab und unterstützt die Entscheidung des Landes und der kommunalen Spitzenverbände, falls erforderlich den Rechtsweg zu gehen.

Mehr Info: Pressemitteilung vom 29.01.2015 als Acrobat PDF

 zurück