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Biosphärengebiet im Südschwarzwald kommt 2016

In allen Gemeinderäten ist die Entscheidung gefallen (2. Dezember 2015): In einer Pressemitteilung des Ministerium für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz teilt Naturschutzminister Alexander Bonde mit: „Biosphärengebiet Schwarzwald startet 2016 mit 29 Gemeinden“.
 
Im Beteiligungsverfahren für ein Biosphärengebiet Schwarzwald haben nun alle Gemeinderäte ihre Entscheidung getroffen, ob sie dem künftigen Großschutzgebiet angehören wollen. „Ich freue mich über das klare Votum von 29 Gemeinden für ein Biosphärengebiet Schwarzwald. Das ist ein deutliches Signal der Kommunen für eine spannende Modellregion, die Landwirtschaft, Naturschutz und Tourismus kraftvoll verbindet und für alle einen Mehrwert schafft. Damit kann das neue Biosphärengebiet noch im ersten Quartal 2016 an den Start gehen“, sagte Naturschutzminister Alexander Bonde am Mittwoch (2. Dezember) in Stuttgart.
 
Die Gemeinderäte von 29 Kommunen haben sich dafür entschieden, beim Start des Biosphärengebiets Schwarzwald dabei zu sein. Diese Kommunen bringen eine Gebietskulisse von rund 63.000 Hektar in das künftige Biosphärengebiet ein.  Nur in drei Gemeinden fand sich keine Mehrheit im Gemeinderat, dem Biosphärengebiet Schwarzwald anzugehören: Feldberg, Steinen und Todtmoos.
 
Das geplante Biosphärengebiet wird durch eine Verordnung des Ministeriums für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz errichtet. Das Land Baden-Württemberg hat bereits im Vorfeld zugesagt, dass es sich in umfangreicher Weise finanziell engagieren will. Die ersten drei Jahre übernimmt das Land Baden-Württemberg die Kosten vollständig. Danach trägt das Land 70 Prozent der Kosten, 30 Prozent übernehmen die Kommunen mit Unterstützung der Landkreise.

Der Schwarzwaldverein begrüßt den Fortschritt bei den Planungen: Schon lange unterstützt der große Heimat- und Wanderverein die Bestrebungen, ein Biosphärengebiet im südlichen Schwarzwald einzurichten. Ein zentraler Punkt für den Schwarzwaldverein ist die Förderung der Landwirtschaft, insbesondere der bäuerlichen Familienbetriebe. Diese pflegen und erhalten die attraktive Schwarzwälder Kulturlandschaft. „Neben den Landwirten müssen im Biosphärengebiet auch die kleinen Gemeinden unterstützt werden, damit sie ihre Infrastruktur erhalten und der Abwanderung der Bevölkerung vorbeugen können,“ umreißt Georg Keller eine der wichtigsten Forderungen des Schwarzwaldvereins.

Der Schwarzwaldverein sieht das Biosphärengebiet als eine einmalige Chance zur eigenverantwortlichen und nachhaltigen Entwicklung des ländlichen Raums. „Nun müssen alle regionalen Akteure die Gelegenheit ergreifen und für sich nutzen. Auch der Schwarzwaldverein, der flächendeckend im Biosphärengebiet vertreten ist, wird sich weiterhin für und im Biosphärengebiet engagieren. Das Biosphärengebiet soll für alle ein Erfolg werden!“ meint dazu Präsident Georg Keller.

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