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DAS LAND MUSS FÜR DAS EINHEITSFORSTAMT KÄMPFEN!

Schwarzwaldverein spricht sich gegen die Zerschlagung der Forstverwaltung in Baden-Württemberg aus (22. März 2017): Der Schwarzwaldverein nimmt die Entscheidung des Oberlandesgerichts Düsseldorf über das Kartellrechtsverfahren zur gemeinsamen Holzver-marktung in Baden-Württemberg mit Enttäuschung zur Kenntnis. „Dieses Urteil ist ein schwerer Schlag für die nachhaltige Waldbewirtschaftung und Holzerzeugung im Land“, ist sich Georg Keller, Präsident des Schwarzwaldvereins, sicher.

In Baden-Württemberg und besonders im Schwarzwald sind Kleinprivatwälder und Gemeindewälder weit verbreitet. Diese profitieren vom bisherigen System das Einheitsforstamtes, das den Waldbesitzern vielfältige Dienstleitungen zum Nutzen der Allgemeinheit anbietet. Eine Umsetzung des Gerichturteils hätte die Zerschlagung der bewährten Forstorganisation, die viel Fachwissen bündelt und als kompetenter Ansprechpartner den Waldbesitzern zur Verfügung steht, unmittelbar zur Folge.

„Unsere Wälder können nicht nur nach wirtschaftlichen Gesichtspunkten beurteilt werden“, kritisiert Georg Keller die Entscheidung. „Sie sind weit mehr als Holzfabriken: Wälder sind wichtige Naherholungsgebiete, die Menschen wandern auf unseren Wanderwegen durch diese Wälder. Unsere Wälder sind für den Grundwasser-, Klima- und Bodenschutz unverzichtbar. Sie sind der Lebensraum vieler Tier- und Pflanzenarten. Das auszublenden, bedeutet, die unersetzlichen Leistungen der Wälder für die Allgemeinheit zu verkennen.“

Georg Keller fordert den Minister für Ländlichen Raum Peter Hauk auf, gegen das inakzeptable Urteil und den Irrweg Rechtsbeschwerde beim Bundesgerichtshof einzulegen. Der Schwarzwaldverein werde das Land in diesen Bemühungen unterstützen. Es sei der falsche Zeitpunkt, nun auf-zugeben und die unannehmbaren Forderungen des Urteils umzusetzen und jetzt schon im vorauseilenden Gehorsam die Auflösung des Einheitsforstamtes vorzubereiten. „Das Land muss alle Kraft in die Erhaltung des so erfolgreichen Einheitsforstamtes stecken, um Schaden von der Allgemeinheit abzuwenden. Der Wald ist keine beliebige Ware, die nur nach neoliberalen Kriterien beurteilt werden darf, der Wald ist eine der Lebensgrundlagen der Menschen in Baden-Württemberg“, bekräftigt Präsident Georg Keller die Haltung des Schwarzwaldvereins.
 

Mehr Info: Pressemitteilung vom 17. März 2017 Acrobat Download PDF

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