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IN DEN WALD AUF EIGENE GEFAHR

Bundesgerichtshof entscheidet zur Verkehrssicherungspflicht im Wald. Der Schwarzwaldverein e.V. Freiburg begrüßt die Entscheidung des Bundesgerichtshofes, der am 02. Oktober ein wichtiges Urteil zur Verkehrssicherungspflicht im Wald getroffen hat (Urteil vom 2. Oktober 2012 - VI ZR 311/11).

Zur Revision stand ein Urteil des Saarländischen Oberlandesgerichtes, das einen Waldbesitzer für einen Unfall durch einen herabstürzenden Ast, also einer waldtypischen Gefahr, mit in Haftung genommen hatte.

Eine Haftungspflicht für Schäden, die aus solchen in der Natur erwartbaren Gefahren resultieren, wäre eine schwere Belastung für die Wegearbeit der Wandervereine. Deshalb begrüßt der Schwarzwaldverein das Urteil, das für viele Waldbesitzer und Förster eine wichtige Entlastung darstellt.

Der Bundesgerichtshof unterstrich in seiner Rechtsprechung, dass das Betreten des Waldes auf eigene Gefahr geschieht und dass dem Waldbesitzer wegen „waldtypischer Gefahren“ keine zusätzliche Sorgfalts- und Verkehrssicherungspflichten entstehen dürfe.

Der ehemalige Forstpräsident und stellvertretende Präsident des Schwarzwaldvereins, Hans-Martin Stübler aus Freiburg: „Was einem der gesunde Menschenverstand sagt, wurde nun durch das Urteil bestätigt. Für die Wegearbeit des Schwarzwaldvereins ist diese Klarstellung wichtig“.

Für Waldbesitzer und Forstleute, auf deren Flächen Wege verlaufen, bedeutet dieses Urteil ein Stück Rechtssicherheit. Auch wenn ein Weg als Wanderweg markiert wird, erwächst daraus für sie keine erhöhte Verkehrssicherungspflicht hinsichtlich waldtypischer Gefahren, wie zum Beispiel herabfallende Äste.

Jeder Erholungssuchende hat das Recht, den Wald zu betreten, das regelt das Landeswaldgesetz (LWaldG) in seinem §37. Dass das Betreten auf eigene Gefahr erfolgt, wie der §37 weiter festschreibt, wurde nun durch das Urteil des Bundesgerichtshofes bekräftigt.
 

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