Aktuell
Schwarzwaldverein e.V.
Aktuell
Mitglied werden

Verein vor Ort

Rettungspunkte

Wanderservice

swvstore

Wanderakademie


 

Wandern & MTB

Startseite Wandern Wege Naturschutz Heimatpflege Jugend Familie

SCHWARZWALDVEREIN FORDERT „NATIONALPARK PLUS“

Präsident Dieterle übergibt Minister Bonde Positionspapier des Schwarzwaldvereins. Am Donnerstag, 04. April, traf der Präsident des Schwarzwaldvereins, Eugen Dieterle, mit dem baden-württembergischen Minister für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz, Alexander Bonde, in Stuttgart zusammen.

Inhalt des Gesprächs im Ministerium war die Haltung des Schwarzwaldvereins zum geplanten Nationalpark Nordschwarzwald, die in einem Positionspapier dem Minister übergeben wurde.
„Das Papier des Schwarzwaldvereins enthält spannende Ideen, die wir auf jeden Fall in das weitere Verfahren einfließen lassen werden“, betonte Minister Bonde. Er bedankte sich für die Anregungen des Vereins, die zur Versachlichung der Debatte beitrügen.

Die Einrichtung eines Nationalparks hält der Schwarzwaldverein nur für zielführend, wenn dieser eingebettet ist in ein Förderkonzept für den gesamten Nordschwarzwald. Dieses Förderkonzept, das touristische, verkehrsinfrastrukturelle und landschaftserhaltende Aspekte vereint, bezeichnet der Schwarzwaldverein in seinem Positionspapier als „Nationalpark plus“.

Vor der Presse sagte Eugen Dieterle anschließend: „Der Nationalpark allein greift zu kurz, weil er nicht der gesamten Region nutzt und zudem den unterschiedlichen Erwartungen von Tourismus und Naturschutz nicht gleichermaßen gerecht werden kann.“

Wenn der Startschuss für den Nationalpark fällt, werden nach Ansicht des Schwarzwaldvereins Konflikte zwischen den befürwortenden Interessensgruppen aufbrechen. „Die Touristiker wollen mit dem Nationalpark mehr Besucher anlocken, manche Naturschützer würden am liebsten die Menschen aus dem Park draußen halten“ brachte es der Präsident des Schwarzwaldvereins auf den Punkt.

Deshalb müsse, so Eugen Dieterle, der Nationalpark in ein großflächiges Entwicklungskonzept eingebettet werden, mit dem sichergestellt werde, dass Landschaft und Bevölkerung im Umkreis des strengen Schutzgebiets profitieren. „Ein Nationalpark könnte das Herz der touristischen Region Nordschwarzwald sein, aber dieses Herz darf nicht von vorneherein überlastet werden“, meint der Präsident des Schwarzwaldvereins.

Der Schwarzwaldverein schlägt mit der Idee vom „Nationalpark plus“ in der Gebietskulisse des Naturparks Mitte/Nord ein infrastrukturelles und touristisches Entwicklungskonzept vor, das Vorteile für die strukturschwache Region bringen soll. Der zu erwartende Besucherdruck auf den künftigen Nationalpark soll durch attraktive touristische Strukturen in der Peripherie verteilt werden.

Ziel müsse es sein, durch ein nachhaltiges Verkehrskonzept den Individualverkehr in den hochbelasteten Zonen um den Nationalpark zugunsten eines auszubauenden ÖPNV zurückzudrängen. In den angrenzenden Regionen solle eine naturnahe und landschaftserhaltende bäuerliche Landwirtschaft durch Förderinstrumente und Anreize gestärkt werden.  

Eine zentrale Forderung gilt der Erhaltung der Wanderwege und der einheitlichen Beschilderungssystematik im geplanten Nationalpark unter der bewährten Regie des Schwarzwaldvereins. Minister Bonde, so Dieterle vor der Presse in Stuttgart, habe versichert, dass er die Wegearbeit des Schwarzwaldvereins schätze und dessen Kompetenz auch in einem zukünftigen Nationalpark einbinden werde.

Mehr Info
Positionspapier des Schwarzwaldvereins Acrobat Download PDF
Pressemitteilung des Schwarzwaldvereins (inkl. Positionspapier) Acrobat Download PDF
Pressemitteilung des Ministeriums zur Webseite
Pressefoto: Eugen Dieterle, Minister Bonde, Hans-Martin Stübler Zip Jpg im Zip-Archiv

 zurück