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Der Begriff „Heimat“

In das Bewusstsein der Menschen ist der Begriff Heimat erst vor etwa 200 Jahren gekommen, weil viele Menschen durch die Industrialisierung ihre vertraute bäuerliche Umgebung, das ländlich geprägte Umfeld, ihre Dörfer verlassen haben, um in der nahen oder fernen Stadt andere Arbeitsplätze anzunehmen.

Bei den Menschen, die auswärts arbeiten mussten oder aber auch bei den Menschen, die wegen der Hungersnöte um- und ausgesiedelt oder wegen Bestrafungen deportiert wurden, kam der Begriff „Heimweh“ erstmals auf. Soziologisch betrachtet bezeichnet man damit den Schmerz auf verlorene Gemeinschaften, die Sehnsucht in der Fremde wieder daheim zu sein. Im  allgemeinen Verständnis ist es das, was man verloren hat, oder was verloren zu gehen scheint und uns deshalb im Bewusstsein besonders schmerzt.

Doch Heimatpflege, was ist das? „Heimatpflege“ wird von den Menschen verschiedenartig gesehen und betrachtet. Besonders bedeutsam ist, dass sich in der Regel erst mit zunehmendem Alter das Bewusstsein für „Heimat“ ausbildet und deshalb die Wertschätzung für die Heimatpflege später kommt. Auffallend ist, dass sich viele Neubürger intensiv mit ihrer „neuen“ Heimat auseinandersetzen und dass diese sehr oft für Aufgaben der Heimatpflege gewonnen werden können.
Grundsätzlich ist anzumerken, dass ein regionaler Bezug zur Heimat ebenso feststellbar ist wie auch die soziale Bindung an eine Gruppe. Daneben spielen oft auch kulturelle Ausprägungen und historische Bezüge eine Rolle.

Wir sind aufgerufen, uns mit unserer Heimat vertraut zu machen. Wir müssen alle Elemente in unserem Kulturraum mit offenen Augen, bereitem Herzen und wachem Verstand erfassen und wie es oben heißt: Schätzen lernen und lieb gewinnen. Daraus wächst das Bedürfnis, diese Güter zu schützen und zu erhalten. Die Heimatpfleger des Schwarzwaldvereines dürfen dies aber nicht nur für sich persönlich oder für den Schwarzwaldverein tun, sondern das Erfasste muss für das Dorf / die Stadt, die Nachbarschaft, die Gesellschaft, erfahrbar gemacht werden. Wir sind also aufgerufen, das Erkannte zu dokumentieren, d. h. aufzuschreiben und es anderen mitzuteilen. Und wir müssen als Schwarzwaldverein die Verantwortlichen in Staat und Gesellschaft für das sensibilisieren, was verloren gehen kann und sie in die Verantwortung nehmen.

Im Schwarzwaldverein muss in allen unseren Ortsgruppen wieder ein ausgeprägtes Bewusstsein für die Heimat und Heimatpflege geschaffen werden, um daraus das Bedürfnis zu wecken, die vertraute Heimat zu pflegen im Sinne von Bewusst machen, Gutes erhalten, Neues gestalten und Vorzeigbares daraus zu entwickeln.
Die Tätigkeit des Schwarzwaldvereins muss im Bewusstsein der Bevölkerung nicht nur mit Wandern, Wege und Naturschutz als klassische Aufgabenfelder gesehen und verstanden werden. Es muss vielmehr die Identifikation entstehen, dass sich der Schwarzwaldverein um alle Belange des Lebensraumes kümmert.
Dies ist die große Aufgabe der Fachwarte für Heimatpflege.
Wir sollten vor allem die Bewusstseinsbildung fördern:

  • Das Wissen um Heimatpflege, Kultur, Naturschutz und Landschaftspflege muss bei allen Wanderungen einfließen.
  • Auch Nichtmitglieder in Projekte einbeziehen (z.B. Erfasser gewinnen für die Aktion Kleindenkmale).
  • Neubürger am Ort anzusprechen („Die besten Heimatpfleger sind die Auswärtigen“).
  • Leute wollen angesprochen und motiviert werden, dass sie ihre Interessen (Freiraum) in verschiedenen Fachbereichen des Schwarzwaldvereins aktiv umsetzen können. Wir müssen ihnen zeigen, dass sie uns willkommen sind.

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